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Frau Dr. h.c. G. Bärtschi
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Liebe Leser des Rundbriefes,

Es ist uns ein grosses Anliegen, den Rundbrief für Sie interessant zu gestalten. Deshalb haben wir beschlossen, in jedem Rundbrief die Arbeit eines Projektes ausführlicher zu beschreiben, während die anderen Projektberichte kürzer ausfallen werden.
In dieser Ausgabe erhalten sie eine aufschlussreiche Beschreibung der Arbeit unseres Behinderten Projektes IPBV in Lima. Der Name IPBV ist auch für uns vom Vorstand ein etwas schwierig zu verstehender Titel, aber diese Institution läuft schon seit 1968 unter diesem Namen und hat sich einen ausserordentlich guten Ruf erarbeitet.
Leider sind dieses Mal nicht alle Rundbriefe rechtzeitig bei uns eingetroffen, wir bitten sie, das zu entschuldigen. Andrerseits hat José Manuel Miranda Azpiroz aus ICA eine Zusammenfassung geschrieben über „10 Jahre Kommission für Wahrheitsfindung und Versöhnung“, dieser Bericht ersetzt die Informationen von Fepromu und Solidaridad.

Gente del Mañana, Huancayo, November 2013


Liebe Patinnen und Paten, Freunde und GönnerInnen,
 
Dank ihrer aller Unterstützung und Solidarität arbeiten wir nun schon seit vielen Jahren täglich mit  ca. 100 Kindern.
Mit der Druckerei verdienen wir ein wenig Geld, vor allem aber gibt sie unseren Jugendlichen die Möglichkeit, sich etwas Extrageld zu verdienen.
Dank einer grosszügigen private Spende aus ihren Reihen können wir die Stipendien von 7 jungen Studierenden von GEMA finanzieren. Dafür möchten wir uns ganz besonderes bedanken. Glücklicherweise erfüllen diese Stipendiaten die in sie gesetzten Erwartungen voll und ganz.
Vielen herzlichen Dank im Namen unserer Kinder und Jugendlichen. Wir sind sehr glücklich, dass diese Kinder bei GEMA einen Alltag erleben dürfen, in dem auch Lachen und Fröhlichkeit ihren Platz haben.   Mit vielen Grüssen                              .                                                                                                    
Carolina Ocampo, Koordinatorin                              


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IPBV, Lima, November 2013



Liebe Patinnen und Paten, Freunde und Gönner

Für die Aufnahme in unser Haus können sich alle Interessierte, männlich oder weiblich, bewerben. Sie müssen mindestens 15 Jahre alt sein und dürfen an keiner Krankheit leiden, die sie selbst oder ihre Mitschüler gefährden könnte. Bei  leichten psychischen Problemen, müssen sie unter psychiatrischer Kontrolle stehen und ihr Arzt muss uns periodisch über ihren Zustand informieren.
Die bei uns aufgenommenen Behinderten leiden unter leichten bis mittelschweren geistigen Beeinträchtigungen oder sie hören, sprechen oder sehen sehr schlecht.
Entweder werden sie von ihrer Familie oder von anderen Behinderten über unsere Arbeit informiert, oder Sozialarbeiter, Gesundheitszentren oder Behindertenorganisationen schicken die jungen Menschen zu uns.
Unser Zentrum ist geöffnet von 8.00 bis 17.00 Uhr. Während die Schüler in Ausbildung von 8.00 bis 16.30 bei uns bleiben, gehen die Schüler in Evaluation um 13.00 Uhr nach dem Mittagessen nach Hause.

Evaluation, Einteilung, Orientierung, Ausbildung, Stellenvermittlung, weitere Begleitung:

Evaluation: Nachdem die Sozialarbeiterin den Kandidaten und seine Familie über die mögliche berufliche Rehabilitation informiert hat und alle einverstanden sind, wird ein persönliches Aufnahmeformular mit allen Daten ausgefüllt. Unsere Psychologin testet diverse Fähigkeiten (lesen, sprechen....)
Einteilung: Eine Beschäftigungstherapeutin unterzieht den Behinderten weiteren Tests,  um seine manuellen Fähigkeiten herauszufinden, aber auch um festzustellen, wie er auf Anweisungen reagiert und mit Kollegen und Lehrern umgeht.
Orientierung: Das Team trifft sich und diskutiert die Möglichkeiten des Kandidaten, ob er bei IPBV bleiben kann oder ob er an eine andere, für ihn besser geeignete Institution,  überwiesen wird. (Mit den  Eltern und den Betroffenen werden die Ergebnisse besprochen und das weitere Vorgehen erklärt.) Wenn der Kandidat angenommen wird, arbeitet er einige Zeit in den verschiedenen Werkstätten (Schreinerei, Keramikatelier, Schuhmacherei...) damit herausgefunden werden kann, wo er am meisten Talent, Freude und Befriedigung findet. Danach schliesslich entscheiden die Eltern zusammen mit dem zukünftigen Schüler in welcher Werkstatt dieser eine Berufsausbildung anfangen wird.
Ausbildung: Der zuständige Werkstattleiter erhält alle nötigen Informationen und begleitet den neuen Schüler durch seine Ausbildung. Die Ausbildung unterliegt keiner zeitlichen Beschränkung, sondern passt sich an die individuellen Möglichkeiten des Schülers an.
Stellenvermittlung, weitere  Begleitung: Nach Beendigung der Ausbildung werden die Eltern über Arbeitsmöglichkeiten informiert. Die Zusammenarbeit wird weiterhin gepflegt, für den Fall, dass der Schüler noch mehr Unterstützung benötigt.

Während der Ausbildung besteht ständiger Kontakt zwischen den Eltern, dem Schüler und dem ausbildendem Team, sei es individuell, in monatlichen Treffen oder in Gruppenarbeit mit der Psychologin.
Ein Mal wöchentlich arbeitet eine Lehrerin für Körperarbeit mit den Schülern, um das Selbstvertrauen, die Sicherheit und Selbstachtung der Schüler zu verbessern.

Drei Anlässe sind Grund für ein grosses Fest:

1. der Muttertag, 2. der Geburtstag, 3 der Bazar
Zu diesen Treffen von 12.00 bis 16.30 Uhr laden wir viele Leute ein. Von den Schülern selbst gefertigte Produkte und Essen wird verkauft und die Eltern führen zusammen mit den Schülern verschiedene artistische Kunststücke auf.
Es ist unser Ziel, dass sich die Schüler daran gewöhnen, sich zwanglos zu bewegen, dass die Menschen aus der Umgebung sie kennen lernen und realisieren, dass unsere Schüler nicht anders sind, dass sie auch lachen, tanzen und ihre Produkte verkaufen....
Im Durchschnitt dauert der Aufenthalt eines Schülers 2 bis 3 Jahre, wobei dies sehr stark von der Familie abhängt, ob sie den Schüler mit seiner Behinderung überbeschützt oder ihn sich selbst überlässt.
Mit herzlichen Grüssen

Emilia und Zoila

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Ländliche Dorfschulen, November 2013



Liebe Patinnen und Paten, Freunde und GönnerInnen

Liebe Patinnen und Paten, Freunde und GönnerInnen,
Auch heute noch gibt es in den Hohen Anden über Cusco extreme Armut. Nicht nur die mit der Geburt verbundene Ungleichheit ist traurig, die allgemeine Gleichgültigkeit dieser Ungerechtigkeit gegenüber ist noch viel erschütternder. Den Hilferuf dieser Ärmsten hat Frau Gertrud Bärtschi mit dem Verein Solidarität
Schweiz-Peru und weiteren Engagierten aufgenommen. Mit dieser solidarischen Unterstützung konnten wir es uns zum Ziel machen, die chronische Unterernährung und schlechte Schulbildung der Kinder in Chilihuani zu überwinden. Es ist unser grosses Ziel dieses Jahr, mit Hilfe des Produktionszentrum unabhängig zu werden. Wir wollen langfristig, die Ernährung von ca. 180 Kindern des Dorfes Chilihuani sicher stellen, nach dem Motto: „Es ist wichtig, Fisch gegen den Hunger an zu bieten, es ist aber noch wichtiger, zu lernen, wie man Fisch fängt“. In diesem Sinne unterrichten wir unsere Kinder und wenn auch der Wandel in ihrer Einstellung sich langsam vollzieht, so erhoffen wir uns doch einen Veränderung in ihrem Leben für eine bessere Zukunft. Wir sind ihnen für ihren Einsatz sehr dankbar.

Guillerrno Curaca Mendoza

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FEPROMU - Federacionprovincial de Mujeres en Ica, November 2013



„10 Jahre Kommission für Wahrheitsfindung und Versöhnung“, dieser Bericht ersetzt die Informationen von Fepromu

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Frauen-Basis Arbeit - Proyecto „Autosostenimiento – II Etapa“ La Basilia – Las Flores, San Juan de Lurigancho, Lima,  November 2013



Liebe Freunde und GönnerInnen

Ausbildung von Unternehmerinnen – Frauen ohne und mit sehr tiefem Einkommen. San Juan de Lurigancho und San Martin de Porres.

Liebe  Freundinnen und Freunde,
Für uns ist es immer ein spezieller Moment, Ihnen Grüsse aus Peru zu senden in der Hoffnung, dass es Ihnen allen gut geht. Wir stellen Ihnen heute eine der neuen Frauen vor, welche sich kürzlich in unserer Ausbildungsstätte in San Juan de Lurigancho eingeschrieben hat. Sie ist sechzehnjährig und heisst Maricruz Alarcón. Sie kam im Juni und war im achten Monat schwanger. Sie kam regelmässig in die Kurse. Sie stammt aus den höherglegenen Teilen der Hügel des Dorfes Quince de Enero. Ihr Partner ist ein junger Mototaxi-Chauffeur. Sie hatte die Sekundarschule abgeschlossen und ist sehr interessiert, ein Geschäft zu haben und zu arbeiten.
Im Juli kam ihre kleine Tochter zur Welt, unter ernsthaften Schwierigkeiten, infolge von Nachlässigkeiten des Personals des Frauenspitals. Man hatte nichts gegen ihren stark erniedrigten Hämoglobinwert (Blutarmut) unternommen. Sobald es ihr und ihrer Tochter besser geht, wird sie zu uns zurückkehren. Wir erwarten sie beide.
Uns bleibt es, Ihnen zu danken, liebe Freundinnen und Freunde, für Ihre Unterstützung und Begleitung,  welche uns erlaubt, unsere Aufgabe weiterhin wahrzunehmen.

Jenny Alfaro Perona, Projektkoordinatorin

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Codeh-Ica, Casa de Salud NNATs, Ica, November 2013


Liebe Paten und GönnerInnen,

CVR+10  -  Comisión de la Verdad y Reconciliación + 10 años

Liebe Paten und GönnerInnen,
In Peru gedenken wir dem 10 Jahre-Jubiläum der Veröffentlichung der Dokumente der Wahrheits- und Versöhnungs-Kommission (CVR+10). Dabei handelt es sich um ein Werk von zwölf Bänden, ein Staats-Dokument, sehr gut erarbeitet. Darin sind die schlimmen  Gräueltaten des Bürgerkriegs der Achtziger- und Neunzigerjahre aufgelistet, es wird auf die Ursachen, die Verantwortlichen hingewiesen. Auch werden Empfehlungen abgegeben, damit sich das Gleiche nie wiederhole.
Wir können nicht sagen, das inzwischen nichts passiert ist: Ex-Präsident Fujimori und sein Berater Montesinos, Chef des Vereinigten Kommandos der Armee Hermosa Riós, andere Generäle und Militärs sind im Gefängnis. Auch Abimael Guzman und die Spitze des „Leuchtenden Pfades“ sowie des MRT (Movimiento Revolucionario Tupac Amaru) sind ebenfalls hinter Gittern. Allerdings hätte viel mehr Aufarbeitung geleistet werden können und wir alle vermissen den fehlenden politischen Willen der  letzen Regierungen  dazu.
Aus diesem Grunde gleist die Nationale Koordinatorin für Menschenrechte diese Kampagne CVR+10 auf mit dem Ziel,  der Wahrheit, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung  Nachdruck zu verleihen. Verschiedene politische Sektoren möchten am liebsten Sand über diese beiden Jahrzehnte mit neunundsechzigtausend Toten, mehr als fünfzehntausend Verschwundenen, Tausenden Vergewaltigten, zahllosen Ermordeten, darunter viele Kinder, und der dreitausend Massengräber streuen, sie vergessen, wie wenn sie nie gewesen wären; die ganze Verantwortung der Subversion anlasten und sich als Retter des Vaterlandes präsentieren. Die Kommission reichte dem Justizdepartement 49 schwerstwiegende Fälle zur Untersuchung ein. Bis jetzt wurden erst 5 oder 6 davon untersucht (in Putis, z.B. wurde ein Massengrab mit 120 Leichen davon 20 Kindern aufgedeckt), verurteilt einzelne. Die Wiedergutmachung geschieht sehr langsam. Nach 10 Jahren werden immer noch Geschädigte registriert. Einige kollektive Genugtuungen wurden vorgenommen; die individuellen jedoch kann man an der Hand abzählen.
In Ica, unter der Initiative von Codehica mit der Unterstützung der Casas de Salud, Fepromu und anderer Institutionen fand am 28. August unter Mitwirkung von seinerzeit umgesiedelten Opfern aus den Notstandsgebieten im Norden  eine Gedenkveranstaltung auf dem Platz mit Fotos, Kerzen und Zeugnissen Betroffener statt. In Ica hatten sich nicht weniger als 50 Tausend Menschen angesiedelt). Ausserdem sind verschiedene Anlässe vorgesehen, wie das Forum vom 11. bis 13. September und während des ganzen Jahres gibt es einen Schwerpunkt, um der Bevölkerung in Erinnerung zu rufen, für die Wahrheit, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung gegenüber der Opfer einzustehen. Das ist unser Beitrag gegen das Vergessen und damit es sich nicht wiederholt.
 
José Manuel Miranda Azpiroz
Secretario Ejecutivo de Codeh-Ica y coordinador de las Casas de Salud

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Solidaridad – Casa Huerta la Campiña de Jicamarca, Frauen Basis-Arbeit  Poyecto Autosostenimiento, Lima, November 2013



„10 Jahre Kommission für Wahrheitsfindung und Versöhnung“, dieser Bericht ersetzt die Informationen von Solidaridad


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Übersetzungen aus dem Spanischen: Heidi Gessler, Karin Hofheinz